Georg Preusse


Georg Preusse © K & T Jack Amsler

Die Karriere des Schauspielers und Travestiekünstlers Georg Preusse begann vor über vier Jahrzehnten unter dem Künstlernamen Mary Morgan. Und just in diesem Sommer 2018 jährt sich der 1. Auftritt des Travestie-Duos Mary & Gordy zum 40. Mal. Innerhalb kurzer Zeit eroberten sie ein Millionenpublikum und hatten schon zwei Jahre später ihre erste eigene Fernsehshow. Es folgten große Konzert-Tourneen, unzählige TV- und Live-Auftritte und viele Auszeichnungen, darunter Goldene Kamera und Goldene Europa. Silvester 1987 dann der letzte gemeinsame Auftritt. Dass die Entscheidung, nach dem Tod seines Partners Reiner Kohler solo weiter zu machen, richtig war, bestätigten Publikum und Fans auf überwältigende Weise: Die erste Mary-Solo-Tournee im Herbst 1989 wurde zur erfolgreichsten Tournee des Jahres. Das Berliner Publikum erlebte zuletzt die Shows „Mary in Berlin“ (1998 Theater am Kurfürstendamm), „Schillernde Zeiten“ (2003 Schillertheater) und „Mary Christmas“ (2006 + 2009 Admiralspalast). Im Jahr 2008 erhielt Georg Preusse eine Einladung an die Universität York im kanadischen Toronto. Seine Arbeit als Travestiekünstler ist ins Blickfeld der Wissenschaft gerückt und stand im Mittelpunkt von Seminaren, Konferenzen und Studien an Hochschulen in Kanada, den USA, Großbritannien und den Niederlanden. Den Theaterschauspieler Georg Preusse hat kein Geringerer als Friedrich Dürrenmatt entdeckt und gefördert. Unter dessen Regie spielte Preusse „Achterloo IV“ mit Helmut Lohner, Ulrich Haupt, Nikolaus Paryla. Weitere schauspielerische Aufgaben folgen: Die Hauptrolle des Albin in „Der Narrenkäfig“ und der Conférencier in „Cabaret“. Für diese Rolle bekam er in Zürich den begehrten Theaterpreis „Prix Bernhard“. Weitere interessante und anspruchsvolle Arbeiten am Theater ließen nicht lange auf sich warten: Mackie Messer in der „Dreigroschenoper“, Beckmann in „Draußen vor der Tür“, Gustaf Gründgens in „G wie Gustaf mit f“ am Deutschen Theater in Berlin. In Brigitte Grothums „Jedermann“-Inszenierung im Berliner Dom spielte er zunächst den Mammon, später mehrmals die Titelrolle. Und um das künstlerische Spektrum abzurunden, stand und steht Georg Preusse auch vor der Kamera, für den legendären „Derrick“ zum Beispiel oder ganz aktuell für die ZDF-Serie „Soko München“. Auszeichnungen wie der Goldene Vorhang, den er 3x bekam, und der BZ-Kulturpreis zeigen die Anerkennung des Publikums und die Beliebtheit des Künstler in Berlin, denn der gebürtige Niedersachse Georg Preusse, der mittlerweile in der Schweiz lebt, ist doch irgendwie auch Berliner…


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