Hans-Jürgen Schatz
© Brigitte Dummer Hans-Jürgen Schatz wurde in Berlin geboren. Sein Debüt als Schauspieler gab er mit der Hauptrolle in dem Spielfilm „Flamme empor“. Seitdem hat Schatz in über 100 Fernseh- und Kinofilmen gespielt - z.B. in „Lulu”, „Heimat“ und „Die weiße Rose” sowie in 50 Folgen der Serie „Salto Postale” / „Salto Kommunale“ und in 90 Folgen der Krimi-Serie „Der Fahnder“, deren Ensemble 1989 den Adolf-Grimme-Preis erhielt. Regelmäßig steht Schatz auch auf der Bühne, zuletzt an der Oper Bonn in Mel Brooks' Musical „Frankenstein Junior“.
Vielfach arbeitet er im Bereich der klassischen Musik, die ihn teils mehrmals u.a. mit Mitgliedern der Berliner Philharmoniker, den Symphonikern Hamburg, dem Klavierduo Katia und Marielle Labèque, der Cembalistin Hedwig Bilgram, den Sängern Michaela Kaune, Claudia Barainsky, Doris Soffel, Daniel Behle, Thilo Dahlmann, Markus Eiche, Dietrich Henschel, Andreas Schmidt, Peter Schreier, Michael Spyres, Roman Trekel sowie den Dirigenten Andrey Boreyko, Geoffrey Paterson, Sylvain Cambreling, Jeffrey Tate und Christian Thielemann zusammengeführt hat.
Schatz gastiert seit 1989 erfolgreich mit Lesungen. Neben Goethe gehören Jean Paul und E.T.A. Hoffmann ebenso zu seinem Repertoire wie Erich Kästner und Thomas Mann. Zu seinen Literaturaufnahmen für die Deutsche Grammophon zählen u.a. „Drei Männer im Schnee“ und Gedichte aus der „Lyrischen Hausapotheke” von Erich Kästner, „Nußknacker und Mausekönig” von E.T.A. Hoffmann, „Leben des Schulmeisterlein Wutz“ von Jean Paul, „Das Gespenst von Canterville” von Oscar Wilde und „Ein Weihnachtslied“ von Charles Dickens. Beim Hamburger HörGut! Verlag ist mit „Märchen”, „Novelle”, „Der Mann von funfzig Jahren” und „Römische Elegien” ein vierteiliger Goethe-Zyklus erschienen, bei Auricula Berlin die Reihe „Der Literatur(ver)führer“ mit Texten von Johann Wolfgang Goethe, Jean Paul, Ludwig Tieck/Wilhelm Heinrich Wackenroder und den Brüdern Grimm.
Für seine Interpretation des berühmten amerikanischen Kinderbuchs „Der Zauberer von Oos” erhielt Schatz den „Preis der deutschen Schallplattenkritik”, für seine Einspielung der musikalischen Erzählung „Paddington Bärs erstes Konzert” (mit den Symphonikern Hamburg) den Deutschen Schallplattenpreis „ECHO Klassik” (1999).
Für sein vielfältiges gesellschaftliches Engagement wurde Hans-Jürgen Schatz mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande geehrt.