Die Kleinbürgerhochzeit

von Bertolt Brecht
Eine Produktion des Berliner Ensembles

Zum Inhalt:

Brechts früher Einakter schildert die Hochzeitsfeier eines kleinbürgerlichen Paares als Farce, in der vom Mobiliar bis hin zum Idyll spießbürgerlicher Moral trotz bestem Bemühen alles zerbricht. Alles dreht sich um einen nervenden Brautvater, einen eifersüchtigen Bräutigam, eine schwangere Braut und ihre unbeirrt aneinander vorbeiredende Festgesellschaft. Als die Feier aus dem Ruder läuft, verlassen mehr und mehr Gäste das Festmahl – zerstört ist zum Schluss nicht nur der gute Ruf des Brautpaares, sondern auch die scheinbar heile Welt des Spießbürgertums.


„Die Kleinbürgerhochzeit“ ist Brechts berühmtester Einakter, geschrieben 1919 und uraufgeführt 1926 in Frankfurt – eine turbulent grelle Farce über die „Orgie der Hohlheit, der Langeweile, der Öde und der Vereinzelung“ (Brecht), die das Leben nicht nur diesem Paar beschert. Eine böse und hoch unterhaltsame Komödie voll klugem Wortwitz. Brechts frühes Stück atmet den Geist seines Jugendfreundes Karl Valentin.

 

Premiere am Schlosspark Theater: 20. Februar 2018

Dauer: ca. 1 Stunde 50 Minuten (inkl. Pause)


Pressestimmen (Vorstellungen am Berliner Ensemble):

„Ein leichtes, zuckriges Vergnügen!“ (B.Z.)

"Philip Thiedemann brauchte eine einzige, freilich wunderbare Idee, um den Einakter so herrlich abendfüllend zu gestalten. Die Enge des Kleinbürgerlebens wird bei ihm buchstäblich genommen, das Bühnenbild von Etienne Pluss macht den Spielraum so eng, dass jede Bewegung, jede Ortsveränderung einer der neun beteiligten Personen fortlaufend Situationskomik erzeugt. Das hält tatsächlich volle anderthalb Stunden vor, es gibt keinen Hänger, kein Loch, keinen Aussetzer, nichts dergleichen.
Und volle anderthalb Stunden wandern die Lachanfälle wie immer neu angefachte Brandnester zwischen Parkett und Rängen, die Zuschauer wischen sich die Tränen aus den Augenwinkeln. Dabei wirken auffallend am stärksten nicht die vermeintlich potentesten Passagen des Textes, sondern das stumme Spiel. Carmen-Maja Antoni als Mutter der Braut hat wenig Text, aber es lohnt sich, sie keine halbe Sekunde aus den Augen zu lassen. Jeder Blick zur Seite, jede in die Höhe gezogene Augenbraue, jeder vergebliche Handgriff, alles, alles ist urkomisch, saukomisch, traumkomisch. ... Alle neun an der Hochzeitstafel produzieren ein optisches Tableau, das fesselnd bleibt ...
... rasante Inszenierung mit ihrer Power-Dauer-Komik ..."
(Theatergänge, Dr. Eckhard Ullrich)


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