Faust. Eine Tragödie

von Johann Wolfgang von Goethe
YAS - Junges Schlosspark Theater

Zum Inhalt:

„Habe nun, ach...“, beginnt der große Monolog in Goethes Drama, beiläufig eher, aber er handelt von diesem unaussprechlichen, monströsen Ich: maßlos, egozentrisch, verzweifelt. Faust ist an einem Endpunkt angekommen. Aber Selbstmord ist keine Lösung. Also weiter leben, doch wie?

Besitz, Religion, Wissenschaft, Bildung - für Faust haben diese gesellschaftlichen Koordinaten keine Bedeutung, genauso wenig wie Genuss oder Lebensfreude. „Es möchte kein Hund so länger leben“. 

„Verweile doch, du bist so schön - Goethes Faust heute“!

Premiere: 28. April 2019, Schlosspark Theater
Dauer:
ca. 2 Std. 30 Min. (inkl. Pause)


 

YAS Junges Schlosspark Theater

Schüler, Studenten und Auszubildende spielen Theater!

Klassiker neu entdecken!
Themen der Zeit beleuchten!
Theater im geschützten Raum!

Seit der Spielzeit 2015/2016 spielt die Jugendtheatergruppe YAS - Junges Schlosspark Theater - am Schlosspark Theater und an anderen Spielstätten professionelles Amateurtheater. Der gebürtige Berliner und Schauspieler Stefan Kleinert leitet das Jugendtheater. Seit neun Jahren arbeitet er mit einem jungen Team zusammen, das ein eingespieltes und vertrautes Ensemble ist, das aber auch immer wieder durch neue Theaterinteressierte ergänzt wird. Mit einer großen Spannbreite an ästhetischen Zugängen zu Stoffen und Themen, ist das Theater für Kinder und Jugendliche künstlerisch und gesellschaftlich auf der Höhe der Zeit.

Wer Interesse hat, kann sich gerne melden:
YAS-JUNGESSCHLOSSPARKTHEATER@gmx.de

 

Mit Unterstützung durch den Freundeskreis Schlosspark Theater e.V.


Pressestimmen:

Sieben auf einen Streich

Der Berliner Schauspieler und Regisseur Stefan Kleinert hat sich für einen wesentlichen Teil seines Berufsfeldes der Arbeit mit jungen Leuten verschrieben. Seine Gruppe YAS existiert seit rund einem Jahrzehnt und ist seit 2015 beim Berliner Schlosspark Theater angesiedelt. Im ausverkauften Haus hatte Ende April die neueste Produktion Premiere: „Faust. Eine Tragödie“ – nur der erste Teil, wenn auch in Kleinerts Bearbeitung mit Anklängen an „Faust II“.
„Habe nun, ach! …“ – der bekannte Monolog passt sehr gut auf den Faust-Darsteller Antonin Butt, der gerade Abiturprüfungen zu absolvieren hat. Trotzdem war er mit Konzentration bei der Sache. Die jungen Leute – niemand ist älter als 26 – sind ein aus früheren Produktionen eingespieltes Team. Kleinert legt Wert darauf, mit der Truppe anderen jungen Leuten Klassiker nahezubringen. Das scheint auch mit Goethe möglich zu sein. Der Regisseur hat den Text behutsam bearbeitet, und kleine Aktualisierungen geben die Würze. Auf weitgehend leerer Bühne erlebt man eine „Faust“-Collage. Das betrifft besonders die Mephisto-Figur, die sich versiebentfacht hat. Schon immer zieht es junge Mädchen eher zur Bühne als junge Männer, auch im Jungen Schlosspark Theater. Gottvater ist hier eine Göttin, und Kleinert stellt sieben Mephistos auf die Bühne, alle von jungen Damen gespielt, oft in Zweierkombination, manchmal auch alle sieben auf einen Streich. Es ist verblüffend, wie die Texte sich quasi selbst hinterfragen. Gretchen hat nun in einigen Szenen mit ihresgleichen zu tun – die Geschlechterfrage kann da neu gestellt werden!
Unterstützt wird das Spiel einfühlsam durch den musikalischen Leiter Dirk Morgenstern am Tasteninstrument, der auch eigene Kompositionen beigesteuert hat. Kleinerts Crédo „Klassiker neu entdecken!“ erfüllt diese Aufführung auf das beste, eine Entdeckung sowohl für die, die das Stück noch nie auf der Bühne sahen und anregend für die, die glaubten, es schon zu oft gesehen zu haben.

Faust. Eine Tragödie, Regie Stefan Kleinert, YAS – Das junge Schlosspark Theater, nächste Vorstellungen im Schlosspark-Theater: 26.8., 22.9. und 15.12.

(Das Blättchen, Frank Burkhard, 13.05.2019)

Regie: Stefan Kleinert

Musikalische Leitung: Dirk Morgenstern


mit Katharina Hasselmann, Isabell Geidel, Clara Walla, Elisabeth Schrödter, Pauline Hager, Lea Skowasch, Miriam Birrenbach, Daniel Brennecke, Karolina Martyna Kolodziej, Antonin Butt, Bianka Reiche, Cecilia Hussinger & Olivia Benz


Termine & Tickets


Dez 2019

15.12., So – 2000 16,00 € Online-Tickets

Mär 2020

22.03., So – 2000 16,00 € Online-Tickets


mehrKatharina Hasselmann
mehrIsabell Geidel
mehrClara Walla
mehrElisabeth Schrödter
mehrPauline Hager
mehrLea Skowasch
mehrMiriam Birrenbach
mehrDaniel Brennecke
mehrKarolina Martyna Kolodziej
mehrAntonin Butt
mehrBianka Reiche
Cecilia Hussinger© Zentgraf/Brandt mehrCecilia Hussinger
mehrOlivia Benz

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