Philipp Sonntag: "Blues in der Bluse"

Musikalisches Kabarett

Zum Inhalt:

In seiner pseudo-autobiografischen Geschichte schlägt Philipp Sonntag den Bogen von den amerikanisch geprägten Nachkriegsjahren bis zu aktuellen gesellschaftlichen Konflikten – nie sendungsbewusst, stets grotesk verzerrt und immer den (Un)Sinn des Lebens im Blick.

Er beschwört schauerliche Zukunftsvisionen, erklärt den Unterschied zwischen Emanzipation und Umanzipation, versucht, sich sprachverwirrt zwischen Gläubigen, Ungläubigen, Gutgläubigen und Gläubigern zurechtzufinden, erklärt uns, wie das Recht auf Eigentum entstand, errichtet das Denkmal der unbekannten Nutte, wedelt mit einem riesigen Knochen herum, zerschneidet Geld und spielt hinreißend groovigen Blues.

‚Zwischen den Zeilen‘ jedoch lauert die Verzweiflung am Fortschritt - noch ein Schritt und wir sind fort -.

Hier ein kleiner Appetithappen:


Philipp Sonntag ist ein naiver Philosoph, der versucht, dem alltäglichen Horror unserer Umwelt mit Begeisterung und Demut zu begegnen - Netz, Autos, Überwachung, Bilderflut, Datenschmutz -. Handelsübliches Politkabarett oder wohlfeile Comedy sind seine Sache nicht. Zwar ist Sonntag ein mit allen Wassern gewaschener Komiker, der keine Pointe verschenkt, aber zwischen all dem scheinbaren Nonsens zeichnet er als tragikomische Figur ein groteskes Bild unserer Wirklichkeit, denkt die Dinge konsequent zu Ende und entlarvt so ihre Absurdität. Nicht zuletzt dies macht die literarische Qualität seines neuen Soloprogramms aus.

 

von und mit Philipp Sonntag

Regie: Norbert Tefelski / Evangelia Sonntag-Epanomeritaki


 

Pressestimmen:

Komischer Vogel mit Baum / Unterhaus Mainz
,Mainzer Rheinzeitung‘ Gerd Blase

„... Sonntag ist ein Meister des Verrückten. Mit seinem Blickwinkel schräg zur Realität wird die Wirklichkeit zur Groteske, seine Philosophie ist das Absurde, die Mittel seines Spiels sind die Clownerie und die Pantomime ...“

 

Reduktionsprophet / Lach-& Schießgesellschaft München
,Süddeutsche Zeitung‘ Thomas Thieringer

„... Er hat was von den ganz Großen. Einen Kopf wie Buster Keaton; ein Körper wie Karl Valentin; ein Lächeln wie die Fratelli Colombaioni ... Dieser Sonntag reduziert seinen Auftritt konsequent auf die Montage und ist zugleich verschwenderisch: Er kann alles, hat deshalb keinen Stil - den aber beherrscht er perfekt ...“

 

Nach der Therapie ist sein Vogel weg / Lach-&Schießgesellschaft München
AZ - München / Gabriella Lorenz

„... In wilden Denksprüngen hangelt sich Sonntag durch die Probleme eines Verlierers im Garten der Bedürfnislosigkeit: ein unermüdlicher, philosophischer Don Quixote der absurden Komik ...“

 

Diebische Freude am Anarchischen / Kom(m)ödchen Düsseldorf
WZ - Düsseldorf / Elisabeth Grün

„... Meister der sprachlichen Fallstricke. Der geniale Nonsens im Stile Karl Valentins und die jähen Einbrüche der Stille: ‚Ich habe meinen Bonsai-Baum geheiratet; da kann immerhin mein Vogel wohnen ...‘ “

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